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| IMC Wiki | Leber, Transportstörungen

Leber, Transportstörungen

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Transportstörungen der Leber können in allen Versorgungssystemen und den Gallenwegen auftreten. Häufig sind Stauungsleber, z. B. bei Rechtsherzinsuffizienz, prä-, intra- und posthepatischer Block (vgl. Portale Hypertension) und Gallengangsobstruktionen, z. B. bei Gallensteinleiden. Die vielfältigen Systeme der Durchblutung und der besondere Aufbau der Endstrombahnen führen zu einer breiten Palette von Erkrankungen.

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Die Stauungsleber ist die Folge der venösen Abflussstörung der Leber durch die V. cava inferior und das rechte Herz (Bild Panzerherz, man erkennt die hellen Kalkplatten).
Durch akute Okklusion der Arterien entsteht die Schockleber ebenso wie durch arterielle Hypotonie (Schock). Es entstehen zentrolobuläre Nekrosen.
Die Eklampsieleber ist gekennzeichnet durch intravasale Gerinnung in den Sinusoiden und portalen Kapillaren mit nachfolgenden Nekrosen.

Pathologie der Ausscheidungsfunktion:

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Cholestase ist Gallestau. Sie hat viele Ursachen und Folgen.
Die Galleproduktion der Leber dient neben Aufgaben in der Verdauung, der Ausscheidung von nicht verwertbaren (Gift-)Stoffen:

Cholesterin Hormonmetabolite Spurenelemente,
Gallensäuren Pharmaka (Hg, Cu, Mo, Cd,
Bilirubin Xenobiotika Mn)

Gallensalze emulgieren Lipide (vgl. Dünndarm, Anatomie und Physiologie), aktivieren Lipasen (Pankreaslipase, Phospholipase, Pankreas-Cholinesterase) und ermöglichen die Resoprtion fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K).
Die Cholestase ist mit einer Einschränkung der oben genannten Funktionen verbunden. Die intrahepatischen nicht obstruktiven Cholestasen beruhen auf Transportstörungen in den Hepatozyten, vom Hepatozyteninneren zur Membran, von der Zellmembran in die Gallenkapillare. Sie beruhen daneben auf Störungen der Membranpumpenfunktionen und Verlusten über die Interzellularräume. Die intrahepatischen, obstruktiven Cholestasen sind die Folge von Zell- oder Gewebeschäden mit Nekrose oder Fibrose sowie der zirrhotische Umbau, Störungen der Blutzirkulation, Infektionen, Folgen mechanischer Traumen, Verletzungen, Verlegungen und schwellungsbedingten Gallenwegskompressionen.
Die extrahepatische Obstruktion beruht auf benignen oder malignen Tumoren, Steinen, entzündlichen Stenosen, Verletzungen. Sie sind vor allem die Domäne der Gallenchirurgie. Neben den intra- und posthepatischen Cholestasen existieren prähepatische Störungen des Gallensäurestoffwechsels:
  • Störungen der Biosynthese der Gallensäuren
  • Hämolyse und gesteigerte Bilirubinsynthese
  • Störungen der Konjugation und Exkretion.
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Chirurgische Operationen an der Leber

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Chirurgische Eingriffe an der Leber sind die Versorgung von Verletzungen, die Leberteilresektion und -transplantation, Die Enukleation von Metastasen, Zystentdrainage oder -exzision sowie hepato-biliäre und enterohepatische Drainagen.

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Die Lebertransplantation ist heute etabliert bei Zirrhosen, sklerosierende Cholangitis und Budd-Chiari-Syndrom (Lebervenenverschluss). Bei malignen Tumoren gelten das lokalisierte hepatozelluläre Karzinom in der Zirrhoseleber sowie Gallengangskarzinome als Indikation.
Ausgesuchte Stoffwechselerkrankungen können ebenfalls mit guten Erfolgen geheilt werden. Insgesamt richten sich die Ergebnisse vor allem nach der Grundkrankheit und erreichen bei primär biliären Zirrhosen 80-90 % Heilung.