Abb. 1
Only for registered users
Abb. 2
Only for registered users

| IMC Wiki | Dünndarm, kybernetische Fehler und Läsionen

Dünndarm, kybernetische Fehler und Läsionen

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück



Fehlbildungen des Dünndarmes

Duodenum mobile: Normvariante der retroperitonealen Fixierung des Duodenums ohne Krankheitswert.

Treitz-Hernie (vgl. Hernien, Erkrankungen der Bauchhöhle und des Retroperitoneums)

Definition:
linksseitige paraduodenale Hernie, welche sich in das Mesocolon descendens ausbreitet

Klinik:
symptomlos oder mit Zeichen der Passagebehinderung einhergehend

Diagnose:
Die Röntgenkontrastdarstellung zeigt ein im linken Oberbauch angeordnetes fixiertes Dünndarmkonvolut.

Therapie:
Resektion des Bruchsackes unter Schonung der hierin enthaltenen V. mesenterica inferior und A. colica sinistra

Divertikel - Duodenaldivertikel

#pic#
Duodenaldivertikel im Bereich der Mündung des Hauptgallenganges (D. choledochus) können Abflusshindernisse sein. Dann wird endoskopisch der Divertikelhals (im Bild unten) endoskopisch geschlitzt (Divertikulotomie). Dadurch entsteht ein breiter Abfluss.
Duodenaldivertikel finden sich zu 60 % in der Pars descendens. Periampulläre Divertikel gehen häufig mit Abflussbehinderungen des D. choledochus und Wirsungianus sowie Cholelithiasis und Cholangitis einher. Dann erfolgt die Divertikulotomie.

Klinik der Dünndarmdiverikel:
Mit Ausnahme der periampullären, sind Divertikel häufig klinisch stumm. Beschwerden rühren von bakteriellen Fehlbesiedelungen her und ähneln denen des blind loop-Syndroms.

Therapie:
Symptomatische Divertikel des Dünndarms werden chirurgisch mit Klammernahtgeräten abgetragen.

Divertikulose

Dünndarmdivertikel treten in Form der Divertikulose in größerer Zahl auf, befinden sich an der Mesenterialseite vor allem am Duodenum und Jejunum. Sie bleiben klinisch meistens stumm bis zum Eintritt von Komplikationen, z. B. Pankreatitiden durch juxtapapilläre Duodenaldivertikel.

Symptome:
Dyspepsie, Blutungsanämie, Entzündungszeichen

Diagnose:
Röntgenkontrastdarstellung

Therapie:
Divertikelresektion oder Dünndarmsegmentresektion, endoskopische Divertikulotomie des Duodenaldivertikels

Meckel-Divertikel

#pic#
Das Meckel-Divertikel ist eine Rückbildungsstörung des embryonalen Ductus omphaloentericus (Nabel-Dünndarm-Verbindung), eine Missbildung aus Dottergangresten bis zu 120 cm oberhalb der Bauhin'schen Klappe an der dem Mesenterium gegenüberliegenden Seite. Enthalten sind Ileumschleimhaut und häufig heterotope Magen-, Duodenum- oder Kolonschleimhautinseln. Sie sind asymptomatisch bis zum Auftreten von Komplikationen: Entzündung, Blutung, Ulkus.

Symptome:
Blutung, auch massiv, Entzündung, Perforation mit Symptomen der Peritonitis, Druckschmerz im rechten Unterbauch wie bei Appendizitis

Diagnose:
Röntgenkontrastdarstellungen; bei akuter Komplikation wird die Diagnose erst bei der Operation gestellt.

Therapie:
Abtragung mit Klammernahtgeräten