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Hyperventilation

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Inhaltsverzeichnis:



    Definition:
    Hyperventilation ist die Ursache des Absinkens der PaCO2-Werte unter die Norm (37-43 mmHg). Hyperventilation ist häufig vergesellschaftet mit Hyperpnoe (erhöhtes Minutenvolumen bei normalen PaCO2-Werten). Ursachen der Hyperventilation sind pathologische Abläufe in verschiedenen Systemen:

      Primäre Störung
    respiratorisches System Hypoxie, Höhenkrankheit, Lungenerkrankungen,
    Entzündungen, Fibrose, Ödem, Embolie,
    Pneumothorax, Asthma bronchiale
    kardiovaskuläres System Herzfehler, Herzmuskelerkrankungen
    Stoffwechsel Azidose (renal, diabetisch, Laktatazidose)
    Stoffwechselorgane Leber (Leberversagen)
    Infektionskrankheiten Fieber
    Verletzungen Schmerzen
    Psychische und neurologische Erkrankungen Angstzustände, Schreck, Psychosen, Hirntumoren,
    zerebrale Infektionen, Durchblutungsstörungen
    Arzneimittel Beta-Antagonisten, Progesteron

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    Den meisten Syndromen geht Dyspnoe als Auslöser der Hyperventilation voraus. Hyperventilation steigert die O2-Aufnahme und CO2-Abgabe. Daraus erklärt sich die Symptomatik.

    Diagnose der Hyperventilationsursachen
    Die Diagnose der Ursache der Hyperventilation ist einfach, wenn die oben genannten physischen Erkrankungen vorliegen, Lungenerkrankungen, Herzfehler, Stoffwechselstörungen, Fieber. Schwieriger ist die Feststellung neurologischer und vor allen psychischer Ursachen. Die Diagnostik beginnt mit Laboratoriumsanalysen:
    • Blutgasanalysen (PCO2, PO2, HCO3- usw.)
    • Blut-pH-Wert (Alkalose, Umfang)
    • PACO2-PaCO2-Differenz
    • Lungenfunktionsprüfungen
    • Laboranalysen des schlafenden Patienten (psychischer Faktor)
    Es folgen Untersuchungen der Lunge (radiologisch, angiographisch) sowie des Herzens (Katheteruntersuchungen, EKG, Angiographie usw.). Schließlich werden Leber-, Nieren- und endokrine Pankreasfunktionsprüfungen durchgeführt. Die Diagnose "psychogene Hyperventilation" resultiert aus dem Ausschluss aller möglichen organischen Ursachen.