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| IMC Wiki | Postcholezystektomie-Syndrom

Postcholezystektomie-Syndrom

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Inhaltsverzeichnis:



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    Die Entfernung der Gallenblase führt durch den Verlust des Reservoirs zu pathophysiologischen Veränderungen, wie sie am besten anhand des enterohepatischen Kreislaufs der Gallenblasen erkennbar ist.
    Die maximale Ausschüttung hochkonzentrierter Galle im Anschluss an die Nahrungsaufnahme entfällt. Statt dessen ist die Basis-Gallesekretion über den ganzen Tag erhöht, die Aktivitätsgipfel während der kephalen und gastrischen Verdauungsphase abgeflacht. Sie entsprechen einer hepatischen Produktionssteigerung.
    Die pathophysiologischen Veränderungen nach Cholezystektomie sind Hauptursache der Tatsache, dass sich nach fehlerfreier Operation neue Gallensteine nicht entwickeln.
    Bei fehlender Gallenblase entfällt die Stase und Eindickung der Galle, das Galleflüssigkeitsvolumen zirkuliert rastlos ohne Reservoir durch den enterohepatischen Kreislauf, wodurch für die zu lösenden Lipide, Salze und das Bilirubin ein viel größeres Zeitvolumen (Vt) des Lösungsmittels zur Verfügung steht.
    Sekundäre Gallensteine entstehen nur bei pathologischen postoperativen Abflussverhältnissen. Es sind weiche Steine, vorwiegend im Choledochus gelegen.
    Eine weitere Folge der Cholezystektomie ist das sog. "Postcholezystektomiesyndrom". Genaue diagnostische Analysen ergeben fast immer einen technischen Fehler bei der Operation oder eine Fehldiagnose, unter welcher die Cholezystektomie vorgenommen wurde. Die Beschwerden bleiben dann naturgemäß auch nach der Operation erhalten.

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    Nach komplikationsloser, technisch einwandfreier Entfernung der Gallenblase ist der Patient zeitlebens beschwerdefrei, wenn die vor der Operation geklagten Symptome eindeutig mit einer Erkrankung der Gallenblase in Zusammenhang standen. Das Syndrom des Verlustes der Gallenblase beruht demnach auf einer Fehldiganose (die Ursachen der Beschwerden blieben bei der Operation unberührt, auf technischen Fehlern wie vergessene Steine, Papillenstenose (s. u.) und langen Stümpfen des Gallenblasenausganges).

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    Vielfach sind dann Reoperationen zur Korrektur oder Behandlung der eigentlichen beschwerdenmachenden Erkrankung, z. B. der vergessene Zystikusstein, erforderlich.