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Dünndarmresektion, postoperativer Zustand

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Kurzdarmsyndrom

Kurzdarmsyndrom ist die Folge von ausgedehnten Resektionen, verkürzter Kontaktzeit des Speisebreis mit den Darmzotten, Mangelernährung. Die Resektion von 50 % des mittleren Dünndarmes unter Erhaltung von proximalen und distalen Abschnitten wird normalerweise problemlos toleriert. Die Resektion von 70 % und mehr führt zu erheblichen Störungen, welche nur durch parenterale Ernährung beherrschbar sind. Kohlenhydrate und Proteine können in allen Dünndarmabschnitten assimiliert werden.

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Vitamin B12, Fett und Gallensäuren werden ausschließlich im distalen Ileum resorbiert. Resektionen dieser Abschnitte führen deshalb zu erheblichen Mangelerscheinungen. Den Zustand nach Dünndarmresektion versucht der Organismus durch Adaptation des Restdarmes zu begegnen:
  • Hypertrophie des Restdarmes
  • Hypertrophie der Mukosa
  • Größenzunahme von Krypten und Zotten
  • Zunahme der Zellzahl (Hyperplasie)
  • Hyperplasie des Pankreas
  • motorische Adaptation
Chirurgische Therapieverfahren haben sich bisher nicht bewährt.

Syndrom der blinden Schlinge

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Das Syndrom der blinden Schlinge beruht auf entzündlichen und autodigestiven Abläufen in einem aus der Darmpassage ausgeschalteten Darmabschnitt, analog einem großen Divertikel. Dies kann natürlicherweise z. B. ein Meckel'sches Divertikel oder nach chirurgischen Eingriffen Folge fehlerhafter Operationstechniken sein.
Die Symptome sind vor allem Malabsorption, Bauchschmerzen, Entzündungszeichen.
Die Diagnose wird in der Regel durch konventionelle Röntgenkontrastdarstellungen unter Durchleuchtung gestellt.

Therapie:
Resektion, Normalisierung der Darmpassage