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| IMC Wiki | Dünndarm, immunologische Läsionen

Dünndarm, immunologische Läsionen

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Morbus Crohn

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Der Morbus Crohn ist eine autoaggressive Enteritis mit Zerstörung der Darmschleimhaut aus ätiologisch ungeklärter Ursache. Genetische Defekte sind wahrscheinlich. Dabei liegt eine granulomatöse Entzündung in verschiedenen Bereichen des digestorischen Systems vor und kann vom Mund bis zum After in längeren oder kürzeren Abschnitten auftreten. Bevorzugte Lokalisation sind terminales Ileum und das Kolon. Ursächlich werden pathologische Immunreaktionen, genetische Faktoren und exogene Ernährungsfaktoren diskutiert. Morphologisch stehen im Vordergrund Fibrose, Fissuren, Schleimhautulzera, Stenosen, Fisteln, Abszesse, entzündliche Dünndarmkonglomerattumoren.

Symptome:
Leibschmerzen, Gewichtsverlust, Fieber, Diarrhöen, Entzündungszeichen, tastbarer Tumor im rechten Unterbauch

Diagnose:
Röntgenkontrastmitteldarstellung, Endoskopie, Sonographie der Darmwand

Therapie:
Die konservative Therapie umfasst Glucocorticoide, Salazosulfapyridin und 5-Aminosalicylsäure, Azathioprin, 6-Mercaptopurin und Metronidazol (Entzündungshemmung und Immunsuppression). Die chirurgische Therapie ist bei folgenden Komplikationen indiziert:
  • chronische Obstruktion
  • Perforation - Peritonitis - Abszesse
  • Komplikationen am Urogenitaltrakt
  • Blutung
  • Fisteln und Malassimilation
Operationsmethoden:
Die operativen Eingriffe sind wegen der Vielfalt im Erscheinungsbild nicht standardisiert. Häufig besteht der erste Eingriff in einer Resektion des unteren Dünndarmes und des Anfangsteiles des Dickdarmes.

Prognose:
Mit Rezidiven ist in 50 % zu rechnen. Komplikationen sind in erster Linie von der Anastomose ausgehende Fistelbildungen. Die Mortalität vor allem bei jugendlichen Crohn-Kranken ist deutlich erhöht.

Morbus Whipple

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Definition: intestinale Lipodystrophie durch bakterielle Infektion des Gewebes infolge eines zellulären Immundefektes mit Assoziation zu HLA-B 27 bei Männern mittleren Alters

Pathologische Anatomie:
PAS-positive Bakterien in Makrophagen, welche in der Lamina propria mucosae angesiedelt sind. Die Lymphgefäße der Mukosa und Submukosa sind prall mit Lymphe gefüllt infolge einer Obstruktion infiltrierter Lymphknoten.