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| IMC Wiki | Digestorisches System, Pathologie der Transportsysteme

Digestorisches System, Pathologie der Transportsysteme

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Transportsysteme sind Motorik, Blut- und Lymphtransporte, Sekretion und die intestinale Resorption. Die arterielle Versorgung der Speiseröhre erfolgt aus Ästen der Aorta, A. subclavia rechts und A. gastrica sinistra. Magen und Duodenum werden aus dem Truncus coe-liacus, der Dünndarm aus der A. mesenterica superior, der Dickdarm aus der A. mesenterica sup. et inf. versorgt. Der venöse Abfluss des Ösophagus verläuft über die V. cava superior, der des restlichen Magen-Darm-Traktes über die V. portae in die Leber. Die kleinkalibrigen porto-kavalen Anastomosen spielen beim Gesunden keine Rolle (vgl. Hepatopankreatisches System). Die Lymphe fließt über die Cysterna chyli in den Ductus thoracicus ab.

Motorik

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Die Darmmotorik kennt verschiedene Rhythmen. Das Verweilen, Durchmischen, Vorantreiben gegen Widerstände, z. B. Sphinkteren, und bei freier Durchgängigkeit.

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Die Motorik der Darmwandmuskulatur sorgt für die Durchmischung und den aboral gerichteten Speisentransport. Die Peristaltik kann einmal der Durchmischung und der Propulsion dienen. Hierfür sorgt vor allem die aboral fortschreitende Kontraktion der Ringmuskulatur. Durch gleichzeitige stehende Kontraktionen der Ringmuskulatur in kurzen Abständen erfolgt eine rhythmische Durchmischung. Tonische (Sphinkter-) Kontraktionen erzwingen den Transport des Darminhaltes in eine Richtung, z. B. Ösophagus-, Magen-, Dünn- und Dickdarmsphinkteren. Die Muskeln des Darmes weisen eine permanente rhythmische spontane Depolarisation auf. Das motorische Zusammenspiel von Durchmischung, Propulsion, Sphinkterschluss und -öffnung demonstriert die Abbildung am Beispiel der Speiseröhre.

Motorische Funktionsstörungen

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Motorische Funktionsstörungen werden bei Stoffwechsel- und Hormonkrankheiten sowie bei generalisierten Zellschäden (vgl. Zellstoffwechsel) festgestellt. Zahlenmäßig an oberster Stelle liegen Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen.

Mechanische Transportstörungen

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Entzündungen und Tumoren sind bei Erwachsenen Hauptursachen. Bei Kindern kommen auch Fehlbildungen und die Invagination in Frauge.

Durchblutungsstörungen

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Durchblutungsstörungen des digestorischen Systems beruhen vorwiegend auf akuten und chronischen Gefäßverschlüssen, Inkarzerationen, Traumen. Diese Zustände führen in kurzer Zeit zu unerträglichen Ischämieschmerzen (fehlende Gewebedurchblutung) und müssen sofort chirurgisch korrigiert werden. Jede Stunde Verzögerung steigert die Sterblichkeit um 10%. Frühzeitig treten Schocksymptome auf, bei inkarzerierten Leistenhernien (Brüchen) aber nur, wenn das Gewebe letal ge-schädigt wird (Absterben der Gewebe der Darmwand). Nach einigen Stunden geht der Darm auf und Darminhalt entleert sich in die Bauch-höhle (Peritonitis).

Therapie:
Selten gelingen Gefäßrekonstruktionen. Der meist durchgeführte Einriff ist die Darmteilresektion.

Blutungen

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Ganz verschiedene Läsionen des digestorischen Systems können Ausgangspunkt von Blutungen sein. Die häufigsten Blutungsquellen sind im Bild dargestellt.

Klinik der Transportstörungen:
Motorische Funktionsstörungen können mit beschleunigter Darmpassage einhergehen und führen dann zu Diarrhöen und Sekretverlusten. Funktionsstörungen mit verlangsamter Passage, mechanisch oder durch Funktionsstörungen bedingt, gehen mit einem Rückstau des Darminhaltes einher. Hauptsymptom sind Erbrechen, Stuhlverhalt, Ileus.

Therapie:
Die mechanischen Passagebehinderungen können chirurgisch, die funktionellen medikamentös mit großem Erfolg behandelt werden. Durchblutungsstörungen sind einer Revaskularisierung, medikamentös oder chirurgisch, vielfach zugänglich. Akute massive Gefäßverschlüsse sind häufig inkurabel. Blutungen lassen sich meistens endoskopisch (Gastro-Duodenoskopie, Koloskopie, Unterspritzung) beherrschen. Nur bei Chronizität sind chirurgische Maßnahmen unvermeidbar, z. B. therapieresistene Ulcera duodeni.