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| IMC Wiki | Augmentation, Einführung

Augmentation, Einführung

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Einleitung

Die Ursachen für ein nicht implantationsfähiges Knochenlager können folgende sein: Genetische Defekte, Trauma, Zustand nach Tumorresektion und die ablaufenden Resorptionsvorgänge nach Zahnverlust.
Hartgewebsdefekte durch eine unvorsichtige Extraktion sind zu vermeiden, und Knochenverluste bei operativen Freilegungen müssen im Ausmaß gering gehalten werden.

Regulärer Heilungsverlauf nach Zahnextraktion

Die ersten 24 Stunden sind gekennzeichnet durch die Bildung eines Blutkoagulums.
Nach 48 Stunden beginnt sich das Koagulum zu organisieren. Innerhalb von 2-3 Tagen kontrahiert sich das Koagulum und wird durch ein Granulationsgewebe mit Blutgefäßen und Kollagenfasern ersetzt. Nach 7 Tagen findet sich ein Gefäßnetzwerk, junges Bindegewebe, Osteoid im apikalen Teil und eine epitheliale Abdeckung.
Nach 3 Wochen bildet sich trabekulärer Knochen.
Nach 6 Wochen ist die Weichgewebswunde geschlossen und epithelialisiert. Die Alveole ist mit Geflechtknochen aufgefüllt, das Ausgangniveau wird aber nie erreicht.

Der Abstand von 6 Wochen stellt also im Falle einer ungestörten Wundheilung den idealen Zeitpunkt für eine verzögerte Sofortimplantation da.

Skelettale Folgen des Zahnverlustes

  • Ein Zahnverlust bewirkt eine Atrophie des Alveolarfortsatzes (Klemetti 1996).
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  • Ein intakter Alveolarfortsatz ist Voraussetzung für eine suffiziente prothetische Versorgung.
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  • Mangelhafte Prothesen führen zu weiteren Resorptionen (Tallgren et al. 1980) und zu reduzierter Krafteinleitung in den Knochen.
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Kaskade der Knochenresorption

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Kompletter Zahnverlust

Totalprothese

Unphysiologische Belastung
(Tallgren et al. 1980)

Verminderte Kaukraft
(Haraldson et al. 1979)

Fehlende Krafteinleitung in den Knochen
(Delvin und Ferguson 1991)

Rapider Abfall des Mineralgehaltes
(Johnson DL et al. 1986)

Reduktion der knöchernen Strukturen

Wirkungsweise der Knochentransplantate

  • mechanische Stabilisierung der Knochen- und Weichgewebsituation
  • Vorhandensein von zellulären/extrazellulären und anorganischen Materialien
  • Möglichkeit der vitalen Transplantatwirkung
  • Möglichkeit der Lieferung organischer und anorganischer Materialien in die Umgebung
Die Einheilung von Knochentransplantaten
(Axhausen 1951, 1952, 1962)
  1. Osteoblastische Phase
    Überlebende transplantierte Knochenzellen bilden ab dem 4. Tag neuen Knochen.
  2. Induzierte Osteogenese
    Differenzierung des Lagegewebes in knochenbildendes Gewebe durch das Knochentransplantat

Verschiedene Verfahren zur Augmentation und zur Verbesserung der Knochendichte

Einlagerungsplastiken
Zur Anwendung bei lokalen, mehrwandigen Defekten können z. B. Knochenspäne eingebracht werden, ggf. in Verbindung mit Membranen.
Extensionsplastiken
Zur Kompensation von horizontalen Defiziten bei noch ausreichender vertikaler Knochenhöhe.
Hier kann das Bone-Splitting (Spreizung) oder auch eine Anlagerungsplastik mit Fixation eines kortikospongiösen Knochenblocks zur Anwendung kommen.
Auflagerungsplastik
Zur Kompensation von vertikalen Defiziten werden kortikospongiöse Knochenblöcke auf dem Alveolarfortsatz fixiert.
Zwischenlagerungsplastiken
Zur Kompensation von vertikalen Defiziten im Bereich des Oberkiefers wird Knochenmaterial zwischen die Kieferhöhlenmembran und verdrängtem Knochen einerseits und knöchernem Kieferhöhlenboden andererseits gebracht.
Die lokale Verdrängung am Ort einer Einzelimplantation bezeichnet man als internen Sinuslift. Die Elevation eines fatzialen Knochendeckels von vestibulär als externen Sinuslift.
Le Fort I Osteotomie (Down fracture)
Zur Korrektur eines ausgeprägten vertikalen Defizits im zahnlosen Oberkiefer wird die Oberkieferbasis horizontal abgetrennt und kortikospongiöse Knochenblöcke können eingelagert werden. Dieser Eingriff wird häufig zusammen mit einer Verlagerung des Oberkiefersegmentes durchgeführt.

Diagnostik

Zur Beurteilung des Atrophiegrades und der Knochendichte stehen verschiedene Klassifikationen zur Verfügung.
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Bei der Beurteilung des Lagerknochens werden folgende Größen erfasst:
  • quantitatives Knochenangebot
  • Ausmaß des Knochenverlustes
  • Richtung des Knochenverlustes
  • Ursache des Knochenverlustes
  • Kieferregion
  • Zustand des Weichgewebes

Präventive Maßnahmen zum Erhalt von Hart- und auch Weichgewebe

Die minimaltraumatische Zahnentfernung
Bei der Extraktion sollte der Behandler versuchen, die bukkale Knochenlamelle über der Wurzel möglichst zu erhalten und nicht zu frakturieren.

Durch den Einsatz eines Periotoms kann in manchen Fällen eine Aufklappung umgangen werden.
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Nach einer Wurzelfraktur kam es bei folgendem Patienten zu einer internen Resorption.
Ein Fistelgang bildete sich aus. Über die apikale Fenestration der bukkalen Wand konnte der Wurzelrest luxiert werden. Die bukkale Knochenlamelle wurde nicht weiter geschwächt.
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Quellen

  • Cawood JI, Howell RA (1988)   A classification of the edentulous jaws   Int J Oral Maxillofac Surg 17:232-6
  • Devlin H, Ferguson MW (1991)   Alveolar ridge resorption and mandibular atrophy. A review of the role of local and systemic factors   Br Dent J 170: 101-4
  • Haraldson T, Karlsson U, Carlsson GE (1979)   Bite force and oral function in complete denture wearers   J ORal Rehabil 6: 41-8
  • Johnson DL, Holt RA, Duncanson MG (1986)   Contours of the edentulous palate   J Am Dent Assoc 113: 35-40
  • Klemetti E (1996)   A review of residual ridge resorption and bone density   J Prosthet Dent 1996 May;75(5):512-4
  • Tallgren A, Lang BR, Walker GF, Ash MM (1980)   Roentgen cephalometric analysis of ridge resorption and changes in jaw and occlusal relationships in immediate complete denture wearers   J Oral Rehabil 7: 77-94