Abb. 1
Only for registered users
Abb. 2
Only for registered users

| IMC Wiki | Leukämien - lymphatische Neoplasien

Leukämien - lymphatische Neoplasien

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück



#pic#
Es werden chronisch lymphathische Systemerkrankungen (chronische Leukämien) von akuten Leukämien und Plasmazelldysplasien unterschieden. Gemeinsam ist ihnen die Entstehung durch klonale Proliferation aus Vorläuferzellen der reifen Lymphozyten. Diese Herkunft ist im mikroskopischen Bild zu erkennen (für den Fachmann). Die Typisierung erfolgt nach der Morphologie, nach immunologischen und zytokinetischen Kriterien.

Klinik der lymphatischen Leukämien:
Akute Leukämien sind Erkrankungen der hämatopoetischen Stammzellen, welche unbehandelt in kurzer Zeit zum Tode führen. Ätiologisch kommen prädisponierend Strahlen, Kanzerogene (Benzol), Viren, Rauchen, hämatologische Erkrankungen in Frage.
Krankheitszeichen beginnen mit allgemeinem Leistungsabfall, steigern sich rasch zu einem schweren Krankheitsbild mit Blässe (Anämie), Atemnot bei Anstrengungen, Pulsbeschleunigung, Fieber, Infektionen rasch progredient, ohne adäquate Abwehrreaktion. Meningitis, Blutungen, Hämatome, zerebrale Massenblutungen.

Diagnose:
Blutbild: Thrombozytopenie, Anämie, Granulozytopenie, Knochenmarkpunktion: Stammzellenhaufen.

Klassifikation:
Zellmorphologie, Zytochemie, Zytogenetik, immunologische Einordnung

Therapie:
Zytotoxische Chemotherapie, gelegentlich regionale Strahlentherapie (Zentralnervensystem). Für Patienten unter 50 Jahren: Stammzelltransplantation

Resultate:
Komplette Remissionen, das bedeutet weniger als 5% Blasten im Knochenmark, können bei Patienten unter 60 Jahren in bis zu 70% erzielt werden.
ANZEIGE:
Logo IMC Uni Essen Duisburg
in Kooperation mit
Logo MVZ Kopfzentrum
Zahnimplantate,
Parodontosebehandlungen,
Aesthetische Zahnbehandlungen
zu sehr guten Konditionen
In der Praxis für Zahnmedizin im EKN Duisburg
Weitere Informationen unter www.mvz-kopfzentrum.de

Chronische Leukämien

Chronische Leukämien sind eine klonale Expansion neoplastischer Lymphozyten der B-Reihe (95%). Die Ätiologie ist ungeklärt.
Symptome entwickeln sich im Laufe von Jahren. Leistungsabfall, Lymphknotenvergrößerung, Infektionsneigung, Milzvergrößerung, Blässe.

Diagnose:
Blutbild, Oberflächenantigene (B-Zellen), Knochenmark- und Lymphknotenhistologie, Antikörpermangel

Therapie:
Es gibt keine wirksame Therapie. Behandlungsmaßnahmen sind palliativ: Bluttransfusionen, Blutpräparate, Entfernung der zu großen Milz.

Haarzellenleukämie

Haarzellenleukämien gehören zu den B-Zellen-Neoplasien.

Ätiologie:
unbekannt

Symptome:
Bauchschmerzen, Infektionen, Splenomegalie, Leistungsabfall

Diagnose:
Blutbild: Panzytopenie (alle Blutzellen sind vermindert). Knochenmark: Infiltrierende mononukleäre Zellen. Nachweis der spezifischen Oberflächenantigene.

Therapie:
Teilremission durch Splenektomie, Alpha-Interferon

Plasmozytom

#pic#
Plasmozytome sind Proliferationen eines Plasmazellklons, welche ein monoklonales Immunglobulin produzieren.

Ätiologie:
unbekannt

Symptome:
Infektionsneigung, Leistungsabfall, Niereninsuffizienz durch Proteinanhäufungen, Proteinablagerungen in anderen Organen, Hyperkalzämiesyndrom (vgl. Hypercalcämie).

Diagnose:
Blutbild, Elektrophorese (sehr hoher, schmaler Gipfel über der γ-Fraktion (Paraprotein), Knochenmark > 10 % Plasmazellen, Antikörpermangel, Osteolysen

Therapie:
zytotoxische Chemotherapie (Cyclophosphamid) plus Prednison

Resultate:
mittlere Lebenserwartung 2-3 Jahre