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| IMC Wiki | Antigen-Antikörperreaktion - monoklonale Antikörper

Antigen-Antikörperreaktion - monoklonale Antikörper

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    Die von den Plasmazellen synthetisierten Antikörper und Glykoproteine zirkulieren in der Gammaglobulinfraktion des Blutserums. Sie sind hochspezifisch und reagieren überwiegend nur mit ein- und demselben Antigen.

    Mit Hilfe der Immunelektrophorese lassen sich fünf Immunglobulin(Ig)-Fraktionen mit unterschiedlichem Molekulargewicht und unterschiedlichen biologischen Eigenschaften trennen:
    • IgG, IgA, IgM, IgD, IgE
    Antikörper reagieren chemisch mit dem Antigen. Es entsteht der Antigen-Antikörperkomplex. Schließlich wird das Antigen zerstört und aufgelöst (lysiert).

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    Zusammenfassend sind hier die Wechselbeziehungen der Zellen des unspezifischen (Phagen) und spezifischen (Lymphozyten) Abwehrsystems bis hin zur Zerstörung des Antigens dargestellt.

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    Der Nobelpreis 1984 wurde C. Milstein, G. Köhler und N. Jerne für ihre Arbeiten mit dem Titel "Continuous cultures of fused cells secreting antibody of predefined specifity" verliehen. Ihnen gelang die Herstellung von antikörperproduzierenden Milzzellen (Lymphozyten und Plasmazellen) einer mit Antigen immunisierten Maus gegen Schaferythrozyten nach ihrer Fusion mit Myelomzellen (Hybridomzellen). Dies war die Geburtsstunde der Herstellung von monoklonalen Antikörpern.
    Myelomzellen sind Plasmaeiweiß produzierende Tumorzellen (gezüchtete Hybridom-Tumorzellen). Sie können sich mit verschiedenen Zellen vereinigen. Bei der Vereinigung mit Milzzellen, welche zuvor mit Antigen konfrontiert wurden, entstehen Klone, welche deren Antikörper produzieren (s. Gentechnologie in der Medizin).
    Durch die industrielle Herstellung solcher Hybridomzellen erhält man große Mengen gezüchteter Zellpopulationen mit homogener Antikörperproduktion höchster Spezifität. Sie werden in Diagnostik (z. B. Blutgruppenanalyse, Herzmuskelisozyme nach Infarkt) und Therapie (z. B. Tumortherapie) breit eingesetzt.