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Psychoanalyse, Grundlagen

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Die Definition psychischer Erkrankungen erfolgt analog den physischen durch den Nachweis bestimmter, charakteristischer Abweichungen von der Norm. Die psychischen Elementarfunktionen sind (Systematik nach Dilling, H. und Ch. Reimer):
  • Bewusststein/Vigilanz (Zustand erhöhter Reaktionsbereitschaft)
  • Aufmerksamkeit/Gedächtnis
  • Orientierung
  • Wahrnehmung
  • Denken
  • Affektivität
  • Antrieb
  • Ich-Erleben
  • Intelligenz
Psychoanalyse ist die Überprüfung der Elementarfunktionen, ihre Qualifizierung und Quantifizierung. Es resultiert die Feststellung des Normalen oder von Störungen verschiedenen Umfangs. Eine grob orientierende Prüfung gehört zu jeder klinischen Untersuchung. Neben dem Arzt sind hier tüchtige Krankenschwestern und Pfleger gefragt, welche sich während des gesamten Verlaufes einer Erkrankung, gleich welcher Art, der Gemütsverfassung des Kranken widmen.

Psychosomatische Untersuchung

Die psychosomatische Untersuchung gliedert sich in Anamnese, Befunderhebung, Diagnosestellung. Die fließenden Übergänge zu psychiatrischen Erkrankungen verlangen eine Abgrenzung gegenüber den psychososmatischen Syndromen.

Anamnese und Befund

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Analog der physischen Analyse eignen sich systematisierte, heute üblicherweise computerlesbare Fragebögen: Fragebogen zur Anamnese einer psychosomatischen Untersuchung

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Erkennt der Untersucher bei der Psychoanamnese und psychosomatischen Untersuchung Ungereimtheiten, ist immer eine fachärztliche überprüfung unerlässlich, um Schäden von den Patienten, aber auch dem Erstuntersucher abzuwenden, z. B. infolge unerwarteter suizidaler Aktivitäten: Fragebogen zum klinischen Befund einer psychosomatischen Untersuchung.

Psychische Erkrankungen, Psychiatrie und psychosomatische Medizin werden im Kapitel Zentralnervensystem diskutiert.

Befunddokumentation

Über die Befunde und anamnestischen Daten wird eine sorgfältige Dokumentation angelegt. Aus forensischen Gründen wird dabei heute in der Regel mehr dokumentiert, als von der Sache her indiziert ist. In den verschiedenen Kliniken sind unterschiedliche und auf das Krankengut abgestimmte individuelle Dokumentationsbögen und -methoden üblich. Die Daten werden im weiteren Krankheitsverlauf fortlaufend ergänzt und täglich aktualisiert. Dokumentationsbögen werden heute weitgehend durch elektronische Datenverarbeitungsanlagen erfasst, geordnet und für den späteren Gebrauch leicht und zeitsparend zugänglich gemacht. Wichtig aus forensischen Gründen ist bei jeder Dokumentation von Kranken- und Behandlungsdaten die eindeutige Zuordnung der verantwortlichen Ärzte, welche für die Überwachung der Tätigkeit von Studenten oder noch unerfahrenen Kollegen Aufsichts- und Kontrollfunktion ausüben müssen: Beispiel für eine wohldurchdachte Befunddokumentation