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| IMC Wiki | Tumoren, neuroendokrin

Tumoren, neuroendokrin

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Inhaltsverzeichnis:



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    Unter dem diffusen endokrinen Zellsystem versteht man alle diejenigen endokrinen Körperzellen, welche verstreut insbesondere im Gastrointestinaltrakt und Bronchialsystem liegen und aus dem Neuroektoderm stammen. Diesen Zellen ist die histochemisch nachweisbare Aufnahme und Decarboxylierung von Aminen und deren Vorstufen gemeinsam.
    Endokrine Tumoren (Tumoren der Hormonzelldrüsen) entstehen in umschriebenen endokrinen Organen, z. B. Hypophyse, Epithelkörperchen oder Nebenniere, oder aber in Orten, an denen das sogenannte diffuse neuroendokrine Zellsystem (APUD-System) vorkommt (Amine Precursor Uptake and Decarboxylation = APUD). Amine und Peptide werden von diesen Zellen in Sekretgranula gespeichert, bei Bedarf durch Exozytose abgegeben und üben dann eine regulatorische und neuroendokrine Funktion aus.
    Die Zielzellen werden parakrin (z. B. Somatostatin) oder auf dem Blutweg (z. B. Gastrin) erreicht (s. Abb.).

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    Die physiologische Funktion von Gastrin, Sekretin und Pankreozymin - Cholezystokinin ist geklärt. Die Wirkungsweise und biologische Aufgabe der sonstigen Peptide ist Gegenstand intensiver Forschung.

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    Pathologie
    Pathologische Veränderungen im APUD-System beruhen vor allem auf der Entstehung von Tumoren. Diese werden als Karzinoide bezeichnet. Ihre biologische Dignität kann aus dem histologischen Bild allein vielfach nicht festgestellt werden, vielmehr ist ihr biologisches Verhalten in erster Linie von Lokalisation und Größe abhängig. Die in Darm oder Bronchialsystem lokalisierten entstehen submukös, wachsen invasiv in die Muscularis propria ein und können von hier aus lymphogen und hämatogen metastasieren. Argentaffine Karzinoidzellen produzieren unkontrolliert Serotonin und vermögen dann das "Karzinoid-Syndrom" auszulösen. Serotonin wird in der Leber abgebaut, deshalb entsteht das Karzinoidsyndrom bei Karzinoiden des Magen-Darm-Traktes erst, nachdem sich Lebermetastasen, welche ihrerseits das Serotonin an die Lebervenen abgeben, entstanden sind.
    Die fast nie metastasierenden Appendixkarzinoide und viele andere Karzinoide sind hormonell inaktiv.
    Karzinoide des Duodenums produzieren gelegentlich ebenso wie Tumoren des Pankreas Gastrin und führen zum Zollinger-Ellison-Syndrom.
    Die Pathophysiologie der Zellen des Inselapparates im Pankreas beruht auf der Entstehung von Tumoren, dem Diabetes Typ I mit Verlust von B-Zellen und des Typs II mit endokriner Amyloidablagerung in den B-Zellen.
    Neben den epithelialen, nicht-epithelialen und neuroendokrinen Tumoren gibt es Geschwulste, die sich in diese Gruppe nicht einteilen lassen.
    Epithel-Nichtepithel-Tumoren Mischtumoren, Karzinosarkome mit epithelialen und nicht-epithelialen Strukturen
    Melanozytentumoren (Pigmentzelltumoren) Naevus, malignes Melanom
    Keimzelltumoren differenziertes Teratom, malignes Teratom
    Tumoren des Nervensystems
    Tumoren der Hüllen des Nervensystems
    Oligodentrogliom, Ependymom, Plexuspapillom, Neuronale Tumoren,
    embryonale Tumoren (Medulloblastom), gutartige Gliome, Astrozytom, Glioblastom
    Embryonale Tumoren Nephroblastom (Wilmstumor), Neuroblastom, Retinoblastom, Hepatoblastom
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