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| IMC Wiki | Unterkiefer, Anatomie

Unterkiefer, Anatomie

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Der Unterkiefer ist der einzige freibewegliche Gesichtsknochen. Er ist am Schädel lediglich auf zwei Punkten im Kiefergelenk abgestützt und mit der Schädelbasis verbunden.

Form und struktureller Aufbau

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Das hufeisenförmig gebogene Corpus mandibulae, zunächst paarig angelegt, verschmilzt im vierten Lebensjahr zu einem Skelettteil.
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Fortsätze

Es besteht aus mehreren Fortsätzen:
  • Processus alveolaris #pic#
  • Processus articularis #pic#
  • Processus muscularis #pic#
  • Corpus mandibulae #pic#
  • Angulus mandibulae #pic#
  • Ramus ascendens #pic#
Angulus mandibulae ist mit dem Ramus ascendens verbunden.

Mechanische Verstärkungen
  • Linea obliqua
  • Linea mylohyoidea
  • Crista buccinatoria
  • Protuberantia mentalis

Gefäße

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In der Umgebung des Unterkiefers verlaufen folgende größere Gefäße:
  • Arteria mandibularis
  • Arteria facialis
  • Arteria lingualis
  • Vena retromandibularis

Kiefergelenk

Die beiden Kiefergelenke stellen die einzigen echten Gelenke mit drei Hauptbewegungen dar:
  • Öffnungs- und Schließungsbewegungen
  • Vor- und Rückschub
  • Rotationsbewegungen
Das Kiefergelenk besteht aus:
  • Caput mandibulae
  • Fossa mandibulare
  • Tuberculum articulare
  • Discus articularis
  • Gelenkkapsel mit den Bändern
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Muskelapparat

Biomechanische Kraftwirkung

Die biomechanische Wirkung wird am Unterkiefer durch die angreifende Muskulatur hervorgerufen:
  • Mundöffner #pic#
    suprahyoidale Muskelgruppe, am Kinn ansetzend
  • Mundschließer #pic#
    Masseter-Pterygoideusschlinge, am aufsteigenden Ast ansetzend
    M. temporalis, am Processus muscularis ansetzend
  • Mundbodenmuskulatur #pic#
    mit Zunge transversal in der Unterkieferspange verlaufend
Antagonistische Kraftwirkung

Durch antagonistische Kraftwirkung der Muskelgruppen entstehen am Unterkiefer Druck-, Zug- und Torsionskräfte:
  • bewirken bei Frakturen einen alveolarwärts klaffenden Frakturspalt
    Diese Kräfte verursachen eine Distraktion an der alveolären Kammregion, größenabhängig vom Grad des Traumas und beeinflusst durch die Kontraktion der Mundbodenmuskulatur, die zur Verlagerung der Fragmente führen kann. Die komprimierende Kraft am unteren Unterkieferrand ist eine dynamische und physiologische Kraft, die dauerhaft auf die Fragmente entlang des basalen Unterkieferrandes einwirkt (Champy und Lodde 1976). Diese Kompression beruht auf dem muskulären Tonus und erhöht sich während der Kaufunktion.
  • müssen von Osteosynthesematerialien bei einer Fraktur neutralisiert werden
Schluck- und Kaubewegungen

Bei offenen Frakturen bewirken Schluck- und Kaubewegungen einen ständigen Pumpmechanismus, der Speichel und Bakterien in den Bruchspalt einschleust. Offene Frakturen sollten zur Infektionsprophylaxe einer raschen Therapie zugeführt werden, da aus den oben genannten Gründen eine Korrelation zwischen verzögerter Therapie und Zunahme der Infektionsrate besteht (Gerlach und Pape 1988).
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Quellen

  • Champy M, Lodde JP (1976)   Mandibular synthesis. Placement of the synthesis as a function of mandibular stress.    Rev Stomatol Chir Maxillofac 77:971-6
  • Gerlach KL, Pape HD (1988)   Studies on preventive antibiotics in the surgical treatment of mandibular fractures   Dtsch Z Mund Kiefer Gesichtschir 12:497-500