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Dysgnathien: zweidimensionale Operationsplanung

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Notwendige Unterlagen

Schritt 1: Konstruktion der gemeinsamen Referenzebene (Patient, Artikulator) im FRS

  • Einzeichnen der FH (Orbitale - Oberrand des Porus acusticus externus)
  • Konstruktion der SAO (7° caudal der FH in orbitale nach SLAVICEK)

Schritt 2: Einzeichnen der vorgesehenen Osteotomie-Ebenen in der Durchzeichnung

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Es wird das an der Universität Münster entwickelte 8-EBENEN-SYSTEM verwendet.

Schritt 3: Realisierung eines c VTZ (chirurgisch visualisiertes Therapieziel) per Hand

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Auf einer über die Durchzeichnung gelegten Acetatfolie werden Maxilla, 6-Jahr-Molar und Frontzahn als Vollstrich nachgezeichnet. Ebenso werden die Oberkieferebenen des 8-Ebenen-Systems durchgezeichnet. Die Weichteil-Konturen (Oberlippe, Nase) werden als gestrichelte Linie nachgezeichnet. Auf einer weiteren Acetatfolie verfährt man für den Unterkiefer entsprechend.

Schritt 4a: zweidimensionale OP-Simulation per Hand

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Durch Verschieben der beiden Acetatfolien auf der FRS- Durchzeichnung auf gewünschte Normwerte lassen sich verschiedene Operationen 2-dimensional simulieren. Zur Simulation der Weichteilveränderungen wird auf einer dritten Acetatfolie die Weichteilkontur neu konstruiert, da die Weichgewebe nicht zu 100% den knöchernen Verlagerungen folgen. Dafür werden die Prozentwerte nach Wolford, Hillard und Dugan zu Rate gezogen.

Schritt 4b: zweidimensionale OP-Simulation per EDV

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Es bestehen unterschiedliche Software-Lösungen, die eine Verschiebung der durchgezeichneten anatomischen Strukturen virtuell auf dem Monitor simulieren. Hier ein Beispiel mit dem Programm CADIAS der Fa. Gamma (Wien).

Schritt 5a: Übertragung der 2-dimensionalen Verlagerungswerte aus dem FRS in den Artikulator

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Um den ungefähren Osteotomiebereich aus dem Fernröntgenseitenbild in den Artikulator übertragen zu können, wird der Abstand zwischen Oberkiefer-Inzisalkante zur ungefähren Le Fort I-Osteotomieebene in der FRS gemessen (CAVE: Vergrößerungsfaktor der FRS berücksichtigen) und mit Hilfe der Messwertübertragungslehre auf die Modellsockel übertragen. Im Unterkiefer wird entsprechend verfahren.

Schritt 5b: kompatible Bewegungen zwischen FRS und Artikulator

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Vertikale und sagittale Messungen im FRS, sowie Rotationen um eine transversale Achse (cw, ccw) sind kompatibel mit Messungen im Artikulator. Rotationen der Modelle um eine vertikale und sagittale Achse sind nur im Artikulator überprüfbar.

Chirurgisch visualisiertes Therapieziel (c VTZ)

Achs-Orbital-Ebene orientiertes Markierungslinien-System

Einzeichnen der Referenzebenen

FH = Frankfurter Horizontale
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AOEk = konstruierte Achs-Orbital-Ebene (7° zur FH)
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Einzeichnen der Oberkiefer-Markierungslinien

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ML 1
  • Inzisalkantensenkrechte OK 1er senkrecht zur AOEML 2
  • OK-Osteotomiebereiche parallel zur AOE (5 mm kranial der am höchsten positionierten Wurzelspitze der OK-Molaren)
ML 2
  • kann je nach Operationsvariante variiert werden
ML 3
  • Okklusalflächen-Halbierungssenkrechte OK 6er
  • senkrecht zur AOE durch den konstruierten Molarenbezugspunkt OK 6er

Einzeichnen der Molarenbezugspunkte OK und UK 6-Jahr-Molaren

Als Molarenbezugspunkte haben sich in der zweidimensionalen FRS und im dreidimensionalen Artikulatormodell die okklusalen Mittelpunkte des OK und UK 6ers als am besten lokalisierbar und reproduzierbar erwiesen.

Konstruktion:
  • mesialen und distalen Molarenkontaktpunkt verbinden
  • Strecke halbieren
  • Lot auf die Okklusionsfläche ziehen
  • Individuelle Variation, z. B. durch Wahl von Molaren-Höcker-Punkten, sind möglich.

Einzeichnen der Unterkiefer-Markierungslinien

ML 4
  • Inzisalkantensenkrechte UK 1er
  • senkrecht zur AOE
ML 5
  • sagittale UK-Markierungslinie
  • parallel zur AOE, 5 mm kaudal der am tiefsten stehenden UK-Frontzahnwurzelspitze
  • Diese ML 5 kann statt der anatomischen Begrenzungslinien des UK einfach durch Vermessen der vertikalen Distanz zwischen Schneidezahnkante eines unteren Frontzahns und dem Markierungspunkt 5 mm kaudal der kaudalsten Wurzelspitze aus der FRS in den Artikulator übertragen werden.
  • Die ML5 teilt nach kaudal den für die Planung von Genioplastiken theoretisch maximal verschiebbaren Kinnanteil ab.
ML 6
  • Okklusalflächen-Halbierungssenkrechte UK 6er
  • senkrecht zur AOE durch den konstruierten Molarenbezugspunkt UK 6er
ML 7
  • Osteotomiebereich vordere sagittale Spaltung
  • senkrecht zur AOE durch den Alveolarfortsatzbereich, wo der Corpus in den Ramus des Unterkiefer übergeht
ML 8
  • Osteotomiebereich oberhalb des Foramen mandibulae
  • parallel zur AOE 5 mm kranial des Punktes Xi
ML 7 und ML 8 können je nach Operationsvariante ausgewählt werden.

Weiterführende Artikel

> Fernröntgenseitenanalyse (FRS)
> Dysgnathien: diagnostische Unterlagen