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| IMC Wiki | Abutments

Abutments

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Gestaltung der Abutments

Nahezu alle Implantathersteller bieten eine Vielfalt an Abutments (= Aufbauteile) für Ihre Implantatsysteme an. Die fallbezogene Auswahl des optimalen Abutments richtet sich in erster Linie nach der geplanten Suprakonstruktion, aber auch nach Aspekten wie Pflegefähigkeit, Platzverhältnissen, Kosten und ggf. benötigten Richtungsausgleichen zwischen Implantat und Suprakonstruktion. Beispielhaft werden nachfolgend einige der gängigsten Aufbauteile vorgestellt und erläutert.

Locatoren

Locatoren sind konfektionierte, präfabrizierte Attachments, welche aus einem zylinderförmigen Aufbauteil und einer Matrize bestehen. Den zylinderförmigen Abschnitt gibt es in verschiedenen Längen, um der individuell unterschiedlichen Gingivastärke bzw. der Höhe des Durchtrittsprofils Rechnung zu tragen. Am seinem oberen Ende besitzt der Locator außen eine umlaufende Rille und innen eine kreisförmige Vertiefung. Die zugehörige Matrize kann in die Suprakonstruktion einpolymerisiert, eingeklebt oder eingeschweißt werden und dient zur Aufnahme eines Einsatzes aus Kunststoff, welcher sowohl in die innen liegende Vertiefung des Locators als auch über die umlaufende Rille fasst. Die Kunststoffeinsätze sind austauschbar und in verschiedenen Abzugsstärken erhältlich. Locatoren haben folgende Vorzüge:
  • preisgünstig, da konfektioniert
  • hygienefreundlich
  • reparaturfreundlich durch Austauschmöglichkeit der Einsätze
  • geringe Bauhöhe, daher auch bei engen Platzverhältnissen anwendbar
Die Locatoren sind in verschiedenen Bauhöhen erhältlich #pic# (zugehörige Matrize #pic#). Fehlt der Platz in der Vertikalen, dann sind Locatoren wegen ihrer geringen Aufbauhöhe das ideale Attachment #pic#.
Locatoren sind nur dann im Oberkiefer einsetzbar, wenn man alle weitestgehend parallel zueinander ausrichenten kann #pic#.
Bei einer optimalen Verteilung der Locatoren im Kiefer sowie einer breiten tegumentalen Abstützung ist z. T. eine gaumenreduzierte Versorgung möglich #pic#.

Einsatzgebiete der Locatoren:
  • Retention von Teil- und insbesondere Totalprothesen
  • fehlende Aufbauhöhe der Suprakonstruktion bei implantatretinierten Teil- oder Vollprothesen
  • kostengünstige Verankerung Implantat – Prothese
  • geringfügige Divergenz der Implantate zueinander

UCLA und Goldadapt-Abutments

ULCA und Goldadapt-Abutments bestehen aus einem präfabrizierten Unterteil, welches direkt mit dem Implantat verschraubt wird sowie einem angussfähigem Oberteil, welches individuell gestaltet werden kann. Für die individuelle Gestaltung des Oberteiles sind auf dem Abutment Kunststoffzylinder angeordnet, welche eingekürzt und mittels Wachs in ihrer Form und Gestaltung verändert werden können. Diese individuell gestaltete Form des Oberteils kann mit einer hochgoldhaltigen Dentallegierung direkt an das Unterteil angegossen werden.

UCLA- und Goldadapt-Abutments kommen somit stets dann zum Einsatz, wenn sich die Verbindung von Implantat zu Suprakonstruktion mit rein konfektionierten Aufbauteilen nicht oder nicht optimal herstellen lässt. Dies kann bei stark geneigt inserierten Implantaten, Implantaten mit divergierenden Implantationsrichtungen, oder wenn infolge eines starken Knochenverlustes hohe vertikale Distanzen ausgeglichen werden müssen in Betracht kommen.

UCLA- und Goldadapt-Abutments haben somit folgende Vorzüge und Einsatzgebiete:
  • individuell gestaltbar in Form und Neigung
  • Ausgleich vertikaler Unterschiede
  • Ausgleich unterschiedlicher Neigungswinkel von Implantaten und Pfeilerzähnen
  • individuelles Durchtrittsprofil mit Verbesserung des Emergence profils
  • Angussfähigkeit von weiteren Verbindungselementen, wie z. B. beim Doldersteg
  • direkte Gestaltung als Primärkrone bei teleskopierenden Versorgungsformen
Werden die UCLA- und Goldadapt-Abutments zum Ausgleich von divergierenden Neigungen bei miteinander verblockten Implantaten eingesetzt (z. B. bei einem individuell gefrästen Steg), empfiehlt es sich, Abutments ohne Rotationssicherung zu verwenden, da ansonsten die verblockte Suprakonstruktion wegen der nicht parallel verlaufenden Rotationssicherungen intraoral nicht mehr eingegliedert werden kann #pic# #pic#.

Fallbeispiel zur praktischen Anwendung der UCLA- und Goldadapt-Abutments

  1. Aufwachsen eines individuell gefräßten Stegs #pic#
  2. In den Regiones 13 und 14 ist zu wenig Platz für einen Stegreiter vorhanden #pic#.
  3. Der Steg sollte unmittelbar über dem Kieferkamm und unter den Zähnen liegen #pic#.
  4. In den Regiones 13 und 14 wird die Suprakonstruktion teleskpartig gestaltet #pic#.
  5. Die UCLA-Abutments sind wie Primärkronen gestaltet worden (#pic# Schulterfräsung).
  6. Anstelle eines Stegreiters werden sekundärkronenartige Kappen gegossen #pic#.
  7. Die Friktion erfolgte nun über Stegreiter und über Sekundärkronen #pic#.
Auch bei einer perfekten Verteilung der Implantate mit genügend interimplantären Platz zur Positionierung ausreichend langer Stegreiter kommen ULCA- und Goldadapt-Abutments häufig zum Einsatz. Durch die Möglichkeit Verbindungselemente direkt an die Abutments anzugießen lassen sich beispielsweise distale Stegextensionen einfach herstellen.
  • beidseitige, distale Extension des Steges zur Aufnahme von vertikalen Krafteinwirkungen #pic#
  • nahtloser Übergang zwischen Abutments und Steg aufgrund der angussfähigen Abutments #pic#
  • Die primäre Verblockung der Implantate erlaubt z. T. gaumenfreie Gestaltungen #pic#.

Kugelkopfattachments

Kugelkopfattachments (auch Druckknopfattachments genannt) bestehen aus einem Abutment mit einem kugelförmigem Ende unterschiedlichen Durchmessers #pic# sowie einer Matrize #pic#, welche in die Suprakonstruktion einpolymerisiert, eingeklebt oder eingeschweißt wird und zur Aufnahme eines Einsatzes aus Metall, Gummi oder Kunststoff dient, welcher über die Kugel greift und so eine Abzugskraft produziert. Auch einphasige Systeme sind auf dem Markt erhältlich #pic#, wobei das Implantat und der Kugelkopf eine untrennbare Einheit bilden.

Vorteile des Kugelkopfsystemes:
  • Ausgleich differierender Neigungswinkeln
  • hygienefähig
  • geringer Platzbedarf
  • geringe Reparaturkosten durch Austausch der Einsätze
Der Nachteil der Kugelkopfsysteme besteht in der nicht ganz rotationsstabilen Verbindung zwischen Kugelkopf und Matrize. So ist beispielsweise bei zwei interforaminär platzierten Implantaten in den Regiones 33 und 43 eine Kippung der Deckprothese in sagittaler Richtung möglich. Daher ist entweder ein breiter anteriorer Kieferkammbezirk oder ein zusätzliches, weiter frontal gelegenes Implantat zur Kippmeidung erforderlich.

Der Nachteil der nicht ganz rotationsstabilen Verankerung kann jedoch auch als Vorteil bei Reparaturmaßnahmen genutzt werden. So eignet sich ein Kugelkopfattachment ideal, um einen verloren gegangenen, teleskopierend versorgten Zahn unter Erhalt des gesamten Zahnersatzes durch ein Implantat zu ersetzen, da sich die Matrize aufgrund der fehlenden Führung über den Kugelkopf leicht an die Einschubrichtung der bestehenden Arbeit anpassen kann.

Magnete als Attachments

Magnetattachments bestehen zumeist aus Magnetzellen aus Samarim-Cobalt, die zum Korrosionsschutz gasdicht mit Titan umkapseltet werden oder aus Neodym-Eisen-Bor-Legierungen. Während die Neodym-Eisen-Bor-Legierungen ab 100°C ihre Magnetkraft verlieren können, sind titanumhüllte Samarin-Cobalt-Magneten bis 250°C hitzebeständig und leicht sterilisierbar. Titanmagnetsysteme können chairside oder labside eingebaut werden. Zum Einbau im Labor werden spezielle Abformpfosten und Modellanaloge mit Magnetfunktion benötigt.

Auf dem Markt sind Mono- und Bimagnetsysteme erhältlich. Die Bimagnetsysteme verfügen über zwei aktive Magneten, die den Abzugskräften über längere Distanzen entgegen wirken #pic#.
Bimagnetsysteme bestehen aus einem Implantatmagneten mit einem sphärischen oder konischen Aufbau (Insert #pic#), einem Prothesenmagneten und einem Resilienzring aus Metall oder einer Positionierungsmanschette aus Silikon #pic#, um einen definierten Resilienzabstand (meistens 0,3 mm) zwischen den Magneten zu gewährleisten #pic#.

Vorteile der Magnetsysteme:
  • Ausgleich von bis zu 15° differierender Neigungswinkel bei Konuswinkel von 10° (nicht metallfriktiv, d. h. es besteht Spielpassung zwischen Innen- und Außenkonus)
  • hygienefähig
  • geringer Platzbedarf und Einbau chairside möglich
  • leichte Handhabung, da selbstzentrierend (daher gut bei motorischen Einschränkungen einsetzbar)
Als Nachteile der Magnetsysteme ist der Friktionsverlust bei Magneten aus Neodym-Eisen-Bor-Legierungen und die fehlende Möglichkeit des Austausches friktiver Elemente zu nennen. Auch eine individuelle Einstellung der Friktion ist nicht möglich, da die Abzugskräfte industriell vorgegeben sind (bis zu 3 N = 300 g). Ein weiterer Nachteil ist der geringere Widerstand gegen horizontal einwirkende Kräfte, womit jedoch auch eine unphysiologische Krafteinwirkung auf die Implantate verhindert wird. In der Epithetik kommen Magnetsysteme sehr oft zum Einsatz, aber auch in der Implantatprothetik eignen sich diese Systeme insbesondere bei Patienten mit motorischen Problemen (nach Apoplex o. ä.).

Konfektionierte Titan-, Zirkon- und Esthetic-Abutments

Konfektionierte Titan#pic#- und Esthetic-Abutments sind vorgefertigte Aufbauteile aus Titan oder Zirkon, die über verschiedene Schulterhöhen und Abwinkelungen #pic# verfügen und die Form eines präparierten Zahnes imitieren. Die konfektionierten Titan-, Zirkon- und Esthetic-Abutments können beschliffen bzw. präpariert werden und so an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Zirkonaufbauteile #pic# sind aufbrennfähig, so dass die endgültige Zahnform direkt in Keramik auf das Aufbauteil aufgebrannt werden kann. Die meisten Zirkonaufbauten verfügen über einen abnehmbaren Rotationsschutz und werden im Labor mit dem Titanadapter dauerhaft verklebt.
Vorteil konfektionierter Titanabutments:
    kostengünstiger, als individuell herstellte Abutments (UCLA, Procera usw.)
  • individualisierbar und an Emergence profile anzupassen
  • robust und verschleißarm
  • geringstes Allergierisiko
Nachteil konfektionierter Titanabutments:
  • z. T. ästhetische Probleme in Verbindung mit vollkeramischen Kronen möglich
  • Rand von Abutmentschulter kann beim High Scalloped Gingiva Morphotyp (= sehr dünne Ginigiva) durchschimmern
  • nicht in allen Fällen anwendbar (extreme Implantatneigungen, teleskopierende Suprakonstruktionen, bestimmte Verschraubungen)
Vorteil konfektionierter Zirkonabutments:
  • Keramik direkt aufbrennbar
  • hervorragende Ästhetik (kommt in Transluzenz, Lichtbrechung und Lichtabsorption dem natürlich Zahn am nächsten)
  • geringste Plaqueretention
  • allergiefrei
  • individualiserbar (wie Titanabutments, jedoch wegen Bruchgefahr mehr Reststärke erforderlich)
Nachteil konfektionierter Zirkonabutments:
  • erhöhte Bruchgefahr
  • eingeschränktes Indikationsspektrum
  • sehr teuer

Individuell gefräste Abutments

Individuell gefräste Abutments sind aus den Werkstoffen Titan, Aluminiumoxid und Zirkon erhältlich. Abutments aus Aluminiumoxid sind mit herkömmlicher Dentalkeramik aufbrennfähig und erlauben ausgezeichnete ästhetische Ergebnisse, jedoch spielen diese Abutments wegen ihrer - im Vergleich zu Abutments aus Zirkon - hohen Fragilität zunehmend eine untergeordnete Rolle.

Grundsätzlich wird zur Herstellung aller individuell gefrästen Abutments zuerst ein Abutment aus Kunststoff mittels Aufwachstechnik individualisiert. Hierbei kann die gesamte Grundform des Abutments bis auf den Schraubenzugangskanal geändert werden, so dass z. B. ein wurzelanaloger Abutmenthals modelliert wird. Anschließend wird das individuell modellierte Abutment mittels eines Scanners in einen Datensatz überführt, welcher an ein CAD/CAM-Fräszentrum versandt wird, um dieses Abutment maschinell aus Zirkon oder Titan zu fräsen.

Vorteile individuell gefräster Abutments:
  • perfekt an alle anatomischen Verhältnisse anzupassen (z. B. wurzelanaloge Durchtrittsprofile)
  • perfekter Ausgleich von Implantatdivergenzen
  • Verstärkungen von Abutmentteilflächen für horizontale Verschraubungen möglich
Nachteile individuell gefräster Abutments:
  • hohe Kosten (Arbeitsaufwand Labor, prov. Abutment, Fräszentrum etc.)
  • längerer Fertigungsweg

Konfektionierte Kobalt-Konuskronen-Abutments

Den industriell vorgefertigten Kobalt-Konuskronen liegt der gleiche Wirkmechanismus wie herkömmlichen Teleskopkronen zugrunde. Im Vergleich zu individuell gefertigten Doppelkronen wird durch die industrielle Fertigung eine definierte Friktion von ca. 12 Newton bei einer Belastung von 25 Newton produziert. Ein Winkelausgleich wird bei Divergenzen der Implantate durch eine bewegliche, kugelgelagerte Ausbildung der Sekundärkrone ermöglicht.
- Kobalt-Konuskrone #pic#
- Abutment für Kpbalt-Konus #pic#
- Befestigungsschraube #pic#

Vorteile Kobalt-Konuskrone:
  • gleichmäßige und definierte Haftkraft
  • schnelle Anfertigung im Labor
  • preisgünstiger als individuelle Teleskopkrone
  • geringer Verschleiß
Nachteil Kobalt-Konuskrone:
  • benötigt gewisse Einbauhöhe in Suprakonstruktion
  • nicht bei allen Implantatneigungen anwendbar
  • Friktion ist nicht höher einzustellen
  • schlecht an Weichteilprofil anzupassen, da nicht mehr individualisierbar (Anwendunggebiet aus ästhetischen Gründen daher fast nur bei Coverdenture-Arbeiten)


Links



Quellen

  • The International Journal of Oral & Maxillofacial Implants; Unsplinted Implants Retaining Maxillary Overdentures with Partial Palatal Coverage: Report of 5 Consecutive Cases By John S. Cavallaro Jr, DDS / Dennis P. Tarnow, DDS, Reprint: Volume 22, Number 5, 2007