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Psychische Störungen F 9: Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

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Inhaltsverzeichnis:



    F 9 Verhaltens- und emotionale Störungen im Beginn im Kindes- und Jugendalter
    F 9.0 hyperkinetische Störungen
    F 9.0.0 Störungen der Aktivität und Aufmerksamkeit
    F 9.0.1 hyperkinetische Verhaltensstörung
    F 9.1 Störung des Sozialverhaltens
    F 9.2 gemischte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen
    F 9.3 emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit
    F 9.3.0 Störung mit Trennungsangst
    F 9.3.1 phobische Störung des Kindesalters
    F 9.3.2 Störung mit sozialer Überempfindlichkeit
    F 9.3.3 Störung mit Geschwisterrivalität
    F 9.4 Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit oder Jugend
    F 9.4.0 selektiver Mutismus
    F 9.4.1 reaktive Bindungsstörung des Kindesalters
    F 9.4.2 Bindungsstörung des Kindesalters, mit Enthemmung
    F 9.5 Ticstörungen
    F 9.8 andere Verhaltens- oder emotionale Störungen mit Erstmanifestation während der Kindheit oder Jugend
    F 9.8.0 Enuresis
    F 9.8.1 Enkopresis
    F 9.8.2 Fütterstörung im Kleinkindes- oder Kindesalter
    F 9.8.3 Pica (ungenießbares Essen)
    F 9.8.4 stereotype Bewegungsstörung
    F 9.8.5 Stottern (Stammeln)
    F 9.8.6 Poltern

    hyperkinetische Störungen, Unaufmerksamkeit und Mangel an Ausdauer, überaktiv; Störungen des Sozialverhaltens - dissoziales, aggressives, aufsässiges Verhaltensmuster; kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotion - aggressives, dissoziales, aufsässiges Verhalten mit Symptomen der Depression und Angst

    F 9.5 Tic-Störungen
    Hauptursache ist eine unwillkürliche, rasche, wiederholte, nichtrhythmische motorische Bewegung. Für den Patienten nicht beeinflussbar, wird sie aber jedesmal zur Kenntnis genommen.

    F 9.8.0 Enuresis (Bettnässen)
    unwillkürlicher Urinabgang am Tag oder in der Nacht; keine organischen Schäden, weder motorisch noch sensorisch; kybernetische Störung des vegetativen Nervensystems, oft mit Verhaltensstörung

    F 9.8.5 Stottern (Stammeln)
    Unterbrechung des flüssigen rhythmischen Sprechens

    F 9.8.6 Poltern
    unrhythmisches, schnelles, unverständliches Sprechen, ruckartig mit fehlerhaften Satzmustern

    #pic#
    Verhaltensstörungen in der Kindheit und der Jugend beruhen vermutlich auf einem bislang nicht lokalisierten genetischen Defekt, kleinen organischen Hirnschädigungen und vor allem auf Milieufaktoren. Die Kinder haben "eine schwere Kindheit" in einem Umfeld zahlreicher chronischer, meist familiärer Belastungen und beständiger Überstimulierung.

    Therapie:
    Eine zartfühlende Psychotherapie, verbunden mit niedrig dosierten Psychopharmaka (Amphetamin), sofern die Psychotherapie alleine nicht zum Ziel führt.