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Psychische Störungen F 5: Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Funktionsstörungen oder Faktoren

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Internationale Klassifikation

F 5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Funktionsstörungen oder Faktoren
F 5.0 Essstörungen
F 5.0.0 Anorexia nervosa
F 5.0.1 atypische anorektische Störung
F 5.0.2 Bulimia nervosa
F 5.0.3 atypische bulimische Störung
F 5.0.4 Essattacken bei andere psychischen Störungen
F 5.0.5 Erbrechen bei anderen psychischen Störungen
F 5.1 nicht-organische Schlafstörungen
F 5.2 sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit (8 Untergruppen)
F 5.3 psychische oder Verhaltensstörungen im Wochenbett, nicht anderenorts klassifizierbar
F 5.5 Missbrauch von Substanzen, die keine Abhängigkeit hervorrufen
F 5.9 nicht näher bezeichnete Verhaltensstörungen mit körperlichen Störungen und Faktoren

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Diese Verhaltensstörungen beziehen sich vor allem auf die Nahrungsaufnahme, den Schlaf und die Sexualität. Ursächliche organische Funktionsstörungen oder Krankheiten fehlen.

F 5.0 Essstörungen

Anorexia nervosa:
Junge Mädchen und Frauen verweigern eines Tages die Nahrung bis auf ein Existenzminimum, magern hochgradig ab.
- teils depressiv, suizidgefährdet, Obstipation, Missbrauch von Abführmitteln, Amenorrhoe, Atrophie der sekundären Geschlechtsmerkmale, gestörte Beziehung zur Mutter

Bulimie:
Kennzeichen: Fressanfälle, Erbrechen, Depression, Laxantien-Abusus, das sind alles Ausdruck des Ekels vor der Sexualität. Das Körpergewicht schwankt phasenhaft zwischen Defizit und Normalität.

Therapie der Anorexie und Bulimie: Psychotherapie

F 5.1 Nichtorganische Schlafstörungen

Schlafrhythmus bei Melancholie und Manie

Therapie: Tranquilizer (Vorsicht: Abhängigkeit)

F 5.2 Sexuelle Funktionsstörungen

- funktionelle Störungen: somatische Ursachen, Erkrankungen, Medikamentenabusus, endokrine Läsionen
- Deviationen: Spezialisierung auf ungewöhnliche sexuelle Abartigkeiten (Sadismus, Masochismus, Pädophilie, Exhibitionismus, Voyeurismus, Fetischmus, Transvestimus, Sodomie, Aggressivität) Symptome:

  • Mangel an Verlangen
  • sexuelle Aversion
  • Versagen genitaler Reaktionen
  • Störungen des Orgasmus
  • Ejaculatio praecox
  • Vaginismus
  • Dyspareunie
  • gesteigertes sexuelles Verlangen
Sexuelle Störungen können isoliert oder in Kombination auftreten, auch mit körperlichen und psychischen Erkrankungen. Sexuelle Störungen stehen den Neurosen nahe, als Ursache oder Folge. Das Sexualverhalten psychisch Kranker steht dem Gesunden nahe.

Therapie von Sexualstörungen:
Behandlung von organischen Erkrankungen, Absetzen von Medikamenten und Drogen, medikamentöse und mechanische Therapie, Psychotherapie