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Akuter Bauch, Erste-Hilfe-Maßnahmen

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Inhaltsverzeichnis:



    Der Patient, die Angehörigen, der Hausarzt, der Rettungssanitäter können Leben retten, wenn sie den akuten Bauch sehr ernst nehmen und eingreifen, wenn der eingangs bezeichnete Zustand eingetreten ist. Man darf keine Zeit verstreichen lassen, deshalb sind Hausarzt, Rettungssanitäter oder Notarzt gehalten, sofort etwas zu tun:
    1. Der akute Bauch braucht Volumen: Infusionstherapie, notfalls einfach Ringer-Laktat.
    2. Der akute Bauch neigt zum Erbrechen: Magensonde - ableiten.
    3. Der akute Bauch macht Schmerzen, aber: starke Schmerzmittel sind verboten.
    4. Der akute Bauch macht Angst: milde Sedativa i.v. oder i.m.
    5. Der akute Bauch bevorzugt eine individuelle Lagerung: nicht auf die Trage schnallen sondern nach Wunsch lagern, z. B. auch halb aufgerichtet, die Beine angezogen.
    6. Der akute Bauch neigt zu Schock und Ateminsuffizienz: Fortlaufende Messung des Blutdruckes, der Pulsfrequenz und Beobachtung der Atmung. Meistens fehlt Volumen, selten ist er hyperhydriert. Fast niemals schadet die Zufuhr von: Ringer-Laktat, Plasmaexpander, Albumin.
    7. Ältere Menschen müssen rechtzeitig intubiert werden.
    8. In Ausnahmefällen ist vor Ort eine Notfall-Laparotomie gerechtfertigt, z. B. bei offenbar massiver Blutung, weiter Anfahrt, Transfusion nicht möglich. Ziel: Tamponade, auch mit der Faust (z. B. bei Ruptur eines Aortenaneurysmas). Dies wird erreicht, wenn man die Bauchaorta unmittelbar unterhalb ihres Eintrittes in den Bauchraum komprimiert.