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Herzinfarkt

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Definition

Nekrose des Herzmuskels durch unzureichende Sauerstoffversorgun
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Ursachen

Arteriosklerose der Herzkranzgefäße

Auslöser

  • plötzliche Kraftanstrengung
  • Stress-Situationen mit stärkeren Blutdruckschwankungen

Symptome

  • Intensive, lang anhaltende A. pectoris-Anfälle (Dauer > 30 Minuten), die durch Ruhe oder Nitroglycerin kaum beeinflussbar sind.
    15-20 % der Herzinfarkte gehen allerdings ohne Schmerzen einher.
  • Vernichtungsgefühl mit Todesangst
  • Schwächegefühl, kalter Schweiß, Übelkeit, Erbrechen
  • Symptome einer Linksherzinsuffizienz (Dyspnoe, eventl. Lungenödem)
  • Rhythmusstörungen
  • oft Blutdruckabfall

Notfallmaßnahmen

Nach wie vor ereignen sich die meisten Todesfälle, bevor der Patient das Krankenhaus erreicht.
Das größte Potential zur Senkung der Infarktsterblichkeit liegt dementsprechend in der Prähospitalphase.
Ursache des frühen prähospitalen Infarkttodes sind überwiegend maligne tachykarde Rhythmusstörungen, meist Kammerflimmern.
  • Lagerung des Patienten mit leicht angehobenen (30°) Oberkörper
  • Nitroglycerin oral je nach Blutdruck
    Dosierung: 1 Kapsel zerbeißen lassen oder 2 Sprühstöße verabreichen
    Bei systolischen Blutdruckwerten unter 90 mmHg sind Nitropräparate kontraindiziert, vor allem bei gleichzeitiger Bradykardie.
  • O2-Gabe (4-8 l O2/Minute) über eine Nasensonde
  • Venenzugang
  • ASS oral 500 mg
    Eine sofortige Gabe von ASS (schon bei Verdacht auf Herzinfarkt) zeigte in einer Studie eine Letalitätssenkung von über 20%.
    Eine weitgehende Aggregationshemmung wird bei intravenöser Gabe mit einer einzigen Dosis > 150 mg praktisch sofort erreicht.
    Antiplatelet Trialists' Collaboration (1994)
  • Schmerzbehandlung
    Schmerzen erfordern die sofortige Behandlung, da Schmerzen den myokardialen Sauerstoffbedarf erhöhen.
    Bei nitrorefraktärem Schmerz sind Opiate, vor allem Morphin in wiederholten Einzeldosen von 3-5 mg i.v. in Abständen von einigen Minuten bis zur weitgehenden Schmerzfreiheit indiziert.
    Kurz anhaltende Übelkeit nach Injektion ist eine typische Nebenwirkung von Morphin.
    Intramuskuläre Injektionen sind grundsätzlich zu unterlassen.
  • Vorgehen bei vagalen Reaktionen
    Übelkeit, Erbrechen und symptomatische Bradykardie sind Hinweise auf einen erhöhten Vagotonus und häufig in der Frühphase des Infarktes.
    Bei Übelkeit oder auch morphinbedingtem Erbrechen können Antiemetika wie Metoclopramid gegeben werden.
    Reaktive Sinusbradykardien sind mit kleinen Dosen von Atropin (z. B. 0,5 mg - cave Tachykardie!) zu beherrschen.

Weiterführende Artikel

> Myokardinfarkt


Links



Quellen

  • Antiplatelet Trialists Collaboration (1994), Collaborative overview of randomised trials of antiplatelet therapy-I: prevention of death, myocardial infarction, and stroke by prolonged antiplatelet therapy in various categories of patients, Br Med J 308:81-86
  • ISIS-2 (1998), 10 Year Survival among Patients with Suspected Acute Myocardial Infarction in a Randomised Comparison of Intravenous Streptokinase, Oral Aspirin, both, or neither. Brit Med J 316: 1337 43
  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (2000), Leitlinien zur Diagnostik und Therapie des akuten Herzinfarktes in der Prähospitalphase, Z Kardiol 89:364-372 (2000)