Abb. 1
Only for registered users
Abb. 2
Only for registered users

| IMC Wiki | Physiologische Wasserbilanz

Physiologische Wasserbilanz

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück

Inhaltsverzeichnis:



    #pic#
    Das steady state (Fließgleichgewicht) verlangt eine regelmäßige Wasseraufnahme. Sie hängt vom Bedarf ab. Der Bedarf des Hauptausscheidungsorganes, der Niere, beträgt pro Tag 1000 ml, um die "harnpflichtigen Substanzen" (1200 mosmol/d) eliminieren zu können. Für die Ausscheidung des Kotes sind rund 100 ml/d erforderlich. Darüber hinaus gehen durch Perspiratio insensibilis, den Wasserverlust durch die Haut und über die Lunge, rund 900 ml/d/70 kg Körpergewicht (exakt 0,5 ml · h-1 · kg-1 KG) verloren. Der tägliche Minimalbedarf für Wasser liegt also bei rund 2 l/d. Dieses Wasservolumen wird durch Trinkflüssigkeiten und den präformierten Wasseranteil der festen Nahrung aufgenommen. Hinzu kommen rund 300 ml/d aus der Oxidation der Nahrungsbestandteile zum Energiegewinn. Die Flüssigkeitsaufnahme durch den Darm erfolgt, nachdem das Trinkvolumen von zwei oder mehr Litern mit rund acht Litern Verdauungssekret/d vermischt wurde. Zwei Drittel des Wasservolumens wird im Dünndarm, ein Drittel im Dickdarm resorbiert, nachdem dies bis zur osmotischen Isotonie vermischt wurde. Die Energie für den Resorptionsvorgang liefern Na+-K+-ATPasen. Es besteht eine umgekehrte Donnan-Verteilung. Das extrazelluläre Natrium gleicht den onkotischen Druck der intrazellulären Proteine aus und verhindert eine Volumenzunahme der Zelle, wobei das Wasser dem osmotischen Gradienten folgt.

    #pic#
    Der Durchtritt des Wassers durch Membranen und Epithelien, wie etwa die Darmwand, findet zum Teil passiv durch Diffusion statt. Überwiegend folgt Wasser osmotisch dem Druckgefälle. Durch Pumpen tritt Wasser, dem Natrium folgend, auch entgegen dem osmotischen Druck aktiv durch Membranen (Natrium/Kalium-Pumpen). Regelgröße des aktiven Transports ist der intrazelluläre Wasserbestand und damit auch der extrazelluläre Umsatz. Wasser und seine gelösten Bestandteile befinden sich in vier getrennten Räumen, welche durch biologische Membranen voneinander abgegrenzt werden: Das Epithel, Gefäßendothel, Zellmembranen, die Membranen von Zellorganellen.