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| IMC Wiki | Renovaskuläre Hypertonie

Renovaskuläre Hypertonie

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Der renovaskuläre Hypertonus beruht auf einer Erniedrigung des Blutstromes durch die Niere (Goldblatt-Hochdruck). Hauptursache ist die Nierenarterienstenose.

↓ → P ↓ → Renin ↑
Blutstrom renaler
Perfusionsdruck
Ausschüttung von Renin
aus den juxtaglomerulären
Zellen der Vasa afferentia

Renin steigert über Aldosteron (s. o.) das extrazelluläre Wasser- und Kochsalzvolumen, das Herzzeitvolumen und der systemische Blutdruck nimmt zu, der durch Stenose behinderte renale Blutfluss wird kompensatorisch normalisiert. Reninspiegel normalisieren sich. Die Zunahme der Stenosierung der Arterien führt schließlich zur Dekompensation und zum bleibenden Hypertonus. Er ist bei rechtzeitiger Nephrektomie reversibel, später als fixierter mit Arteriosklerose des vaskulären Systems und der gesunden Niere einhergehender Hochdruck chirurgisch nicht mehr heilbar. Neben der Nierenarterienstenose können Kompression, Embolie, Aneurysma, fibromuskuläre Dysplasie zum renovaskulären Hypertonus führen.
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Klinik des renalen Hypertonus

Die Symptomatik des renalen Hypertonus ist eine Vermischung der Hypertoniefolgen und der Symptome der Grundkrankheit.

Hypertonus akute oder chronische Nierenerkrankung
Arterio-Arteriolosklerose, Endokrine Funktionsstörung
Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

Diagnostik
Die Diagnostik zielt ab auf die Definition der Art der Nierenerkrankung, der Art der endokrinen Störung, der Art des vaskulären Schadens:

Nierenfunktionsprüfungen Blutplasma
Harn
Clearance

Nierenmorphologie Sonographie
Computertomographie
Biopsie - Histomorphologie

Hormonanalysen Renin
Angiotensin
Aldosteron

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Die Diagnostik zielt des weiteren auf die Ermittlung der sekundären Folgen der Hypertonie ab:

Herzdiagnostik EKG-Belastungs-EKG
Koronarangiographie
Herzkatheter

Arterien Doppler-Sonographie
Angiographie

Organfunktionen "gesunde Niere"
Lunge
Leber

Therapie
Für die konservative Therapie gelten die üblichen Regeln zur Behandlung der ursächlichen Nierenerkrankung (s. o.). Die Behandlung des Hypertonus geht in Richtung:
Herabsetzung des extrzellulären Flüssigkeitsvolumens und des Natriumpools (Diät, Saluretika). Die endokrinen Störungen lassen sich mit Hormonantagonisten, z. B. Aldactone therapieren. In der Therapie des Hochdrucks werden heute bevorzugt:
  • β-Rezeptorenblocker
  • Kalziumantagonisten
Im Stadium der chronischen Niereninsuffizienz führt die Dialysetherapie auch zu einer Beeinflussung der Hypertonie.

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Die chirurgische Therapie kann der Nierenersatz durch Transplantation und Nephrektomie der hypertonieerzeugenden Eigennieren sein (chronische Niereninsuffizienz). Der renovaskuläre Hypertonus läßt sich mit einer Reihe von chirurgischen Eingriffen wirksam beeinflussen. Unter Einsatz aller konservativen und operativen Möglichkeiten ist die Lebenserwartung der Patienten bei frühzeitiger Diagnose nahezu normal.