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Partial- und Globalinsuffizienz als Ursache verminderter Arterialisierung

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Mittelgradige Lungenfunktionsstörungen führen zunächst lediglich zu einer verminderten Arterialisierung bei noch normaler CO2-Abgabe:

Partialinsuffizienz

Höhergradige Lungenfunktionsstörungen gehen mit herabgesetzter Arterialisierung und CO2-Abgabe einher:

Globalinsuffizienz

Begründet ist dies im unterschiedlichen Diffusionswiderstand für O2 und CO2 mit deutlichen Vorteilen für das letztere. Diffusionsstörungen, mäßiggradige Verteilungsstörungen und die inspiratorische Hypoxie führen überwiegend zur Partialinsuffizienz, hochgradige Verteilungsstörungen, Shunts, die alveoläre Hypoventilation zur Globalinsuffizienz. Partialinsuffizienz und Globalinsuffizienz sind klinische stufenlos ineinander übergehende Teilfaktoren der Ateminsuffizienz.

Klinik der Ateminsuffizienz:
Anamnese:
akute oder chronische Entwicklung eines Versagens der physiologischen Lungenfunktion, beginnend mit Beschwerdefreiheit in Ruhe, zunehmende Beschwerden bei Belastungen, anfangs stärker, später geringfügiger
Symptomatik:
Atemnot (belastungsabhängig), Dyspnoe (subjektive Empfindung, häufig bei mechanischer Erschwerung)

Zyanose

Blaufärbung vor allem der Lippen, Wangen und Akren tritt auf, wenn sich in Kapillaren mehr als 50 g/l desoxygeniertes Blut befindet. Bei hochgradigen Anämien (Hb < 50 g/l) kann Zyanose nicht auftreten. Demgegenüber kann es bei Polyzytämie und Polyglobulie (pathologisch hohe Hämoglobinkonzentrationen des Blutes) zur Zyanose kommen, obwohl die Sauerstoffversorgung völlig normal ist. Regionale zyanotische Veränderungen, z. B. der Hände in der Kälte, beruhen auf vermindertem venösen Rückstrom.

Orthopnoe

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Orthopnoe bedeutet Ateminsuffizienz im Liegen bei relativ geringfügiger Dyspnoe in aufrechter Körperhaltung. Sie ist bedingt durch die Volumentlastung im kleinen Kreislauf im Sitzen oder Stehen und größerem (zu großem) Volumen im Liegen. Diese Patienten richten sich immer wieder auf und benutzen dabei die Atemhilfsmuskulatur.