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Anatomie und Physiologie des Herz-Kreislaufsystems

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Der Aufbau des Herzens

Das Herz ist zweigeteilt.
Jeder Teil besitzt einen Vorhof (Atrium) und eine Kammer (Ventrikel).
Das rechte Herz (rechter Vorhof und rechte Kammer) betreibt den kleinen Kreislauf (Lungenkreislauf).
Das linke Herz (linker Vorhof und linke Kammer) betreibt den großen Kreislauf (Körperkreislauf).

Koronararterien (Herzkranzgefäße)

Etwa 5-10 % des Schlagvolumens dienen allein der Versorgung des Herzmuskels.
Die Aa. coronaria dextra und sinistra dringen von außen in den Herzmuskel ein.

Kreislauf

Schema der Kreislauforgane

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Gefäße, die zum Herzen hinführen, heißen Venen.
Gefäße, die vom Herzen wegführen, heißen Arterien.
Im Lungenkreislauf führen die Arterien das sauerstoffarme Blut und im großen Kreislauf das sauerstoffreiche Blut.

Großer Kreislauf
Die Lungenvenen führen das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge zum linken Vorhof des Herzens.
Dann strömt es in die linke Kammer und wird in die Aorta ausgeworfen.
Über die Arterien und Arteriolen gelangt es in die Kapillargebiete, wo der Sauerstoff abgegeben und Kohlendioxyd aufgenommen wird.
Das sauerstoffarme Blut fließt über die Venen zum rechten Vorhof.

Kleiner Kreislauf
Vom rechten Vorhof gelangt das sauerstoffarme Blut in die rechte Kammer und dann über die Lungenarterien in das Kapillargebiet der Lunge. Hier findet der Gasaustausch statt. Über die Lungenvenen gelangt das sauerstoffreiche Blut zum linken Vorhof.

Das Reizleitungssystem des Herzens

Die Erregungen, die für die Kontraktionen des Herzmuskels notwendig sind, entstehen im Herzen selbst.
Schlagfrequenz und Kontraktionsstärke werden durch den Sympathicus und Parasympathicus des vegetativen Nervensystems beeinflusst.
Die Frequenz des Herzschlags liegt normalerweise zwischen 60 und 100 pro Minute.
Ein Ausfall in diesem System kann fatale Folgen haben und zum Herzstillstand führen. Die Natur hat deshalb gleich mehrere Sicherungen eingebaut. Fällt einmal der Sinusknoten aus, dann springen andere Impulsgeber dafür ein.

Die Strukturen des Reizleitungssystems

Zum Reizleitungssystem gehören mehrere Strukturen, die im Herzen selbst liegen:
  • Der Sinusknoten
    Der Sinusknoten ist im rechten Vorhof, an der Einmündung der oberen großen Hohlvene gelegen. Hier entstehen die Impulse und werden dann weitergegeben. Der Sinusknoten gibt im Ruhezustand selbständig 60-80 Impulse/min ab und leitet diese an den AV-Knoten weiter.
  • Der AV-Knoten (Atrio-Ventrikular-Knoten)
    Der AV-Knoten liegt in der Wand des rechten Vorhofs an der Vorhof-Kammer-Grenze. Er leitet die vom Sinusknoten kommenden Impulse an das His'sche-Bündel weiter. Fällt der Sinusknoten aus, kann der AV-Knoten noch einen Rhythmus von 40-60 Erregungen/min aufbauen.
  • Das His'sche Bündel
    Das His'sche-Bündel ist ein in der Kammerscheidewand verlaufendes Faserbündel, das sich in den rechten und die beiden linken Tawaraschenkel unterteilt. Die Reize werden von hier an die Purkinje-Fasern weitergeleitet. Bei Ausfall von Sinus- und AV-Knoten kann hier noch ein Rhythmus von 20 Erregungen/min aufgebaut werden.
  • Die Purkinje-Fasern
    Die Purkinje-Fasern sind die Ausläufer des His'schen-Bündels und leiten die Erregungen an die Muskulatur der Kammern.