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| IMC Wiki | Aneurysmen

Aneurysmen

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Pathologische Anatomie: #pic#
Aneurysmen sind regional begrenzte, formverschiedene Ausweitungen von Arterienwänden. Kausal liegen zugrunde:
  • Entzündungen
  • Degeneration
  • metabolische Abweichungen
  • hämodynamische Störungen
  • Fehlbildungen
  • Verletzungen
Geordnet nach ursächlichen Erkrankungen finden sich folgende Zahlen:
zwei Drittel: Arteriosklerose
ein Fünftel: Kongenitale Aneurysmen der Hirnbasisarterien
Rest: luische, traumatische und mykotische Aneurysmen. 10 % sind dissezierende Aneurysmen

Morphologische Varianten und Operationsmethoden bei Aneurysmen

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Morphologische Erscheinungsformen sind Sack-, Spindel-, Zylinder-, Kahnform und Schlängelung. Die anatomische Korrektur erfolgt durch Resektion, Kunststoffinterponate oder einfache Unterbindung.

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Interventionelle Prothesenimplantationen mittels Gefäßkatheter helfen, große Operationen zu vermeiden. Sie sind als Stent für die Überwindung von Stenosen und die Überbrückung von Aneurysmen geeignet. Das Material wird eng gewickelt und mit kleinem Durchmesser eingeführt. Im Transplantatbett entfaltet sich die Kunststoffprothese durch ihr elastisches Spiraldrahtkorsett.

Klinik:
Kleine Aneurysmen machen oft keine Beschwerden und sind Zufallsbefunde. Komplikationen führen dagegen zu unterschiedlichen Durchblutungsstörungen. An den Extremitäten sind sie meistens tastbar, in den Körperhöhlen müssen sie systematisch gesucht werden.
Abdominale Aneurysmen sind vielfach asymptomatisch, Zufallsbefund bei der Sonographie - oft Schmerzen im Rücken, gürtelförmig - pulsierender abdominaler Tumor - Bei Ruptur: Dauerschmerz und Schock.

Diagnostik: #pic# #pic#
Sonographie, Röntgenübersichtsaufnahme, Computertomographie, Angiographie, arterielle DSA, Kernspintomographie (longitudinale Darstellung), Nierenarteriendarstellung
Man erkennt die erweiterte Aorta vor der Wirbelsäule, häufig mit Kalkplatten in der Gefäßwand. Stark erweitert mit unregelmäßiger Begrenzung.

Therapie: #pic#
Die konservative Therapie zielt auf Vermeidung der Größenzunahme: Blutdruckregulation.
Die chirurgische Therapie ist bei Rupturgefahr (Aneurysmen > 5 cm, rasches Wachstum, dünne Wandschichten) indiziert. Erhebliche Beschwerden und sekundäre Folgen sind ebenfalls eine Indikation.
Die Operationsletalität nach guter Vorbereitung liegt unter 2 % in allen Altersklassen. Nach eingetretenem Durchbruch (Perforation) oder Teildurchbruch (Dissektion) mit rasch eintretenden Schocksymptomen (s. u.) steigt die Letalität auf 10 %. Die Prognose nach komplikationsloser Operation ist sehr gut. Alternativ werden heute Prothesen über die Femoralarterien (Beinarterien) in die Aorta (oder andere Gefäße) ohne Laparotomie unter Röntgenkontrolle mit guten Ergebnissen eingesetzt.