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Kombiniertes Mitralvitium

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Inhaltsverzeichnis:



    Pathologische Anatomie #pic#
    Beginnend mit rheumatischen Vegetationen an einer oder mehreren Herzklappen - vorwiegend Mitralis und Aorta, Entzündung, Fibrose, Schrumpfung der kollagenen Fasern einschließlich der Sehnenfäden, Einschränkung der Klappenelastizität und des Feinverschlusses, schließlich Unbeweglichkeit, Stenose und Insuffizienz unterschied-lichen Ausmaßes. Kurze geschrumpfte Sehnenfäden. Sekundäre Folgen: Vorhofdilatation links, pulmonale Stauung, Hypertonie des rechten Herzens mit Ventrikelhypertrophie. Je nach Überwiegen der Stenose oder Insuffizienz wird das Leiden als Mitralstenose (St.) oder Mitralinsuffizienz (I.) definiert.

    #pic#
    Man erkennt das allseitig vergrößerte Herz, die Gefäße der Lunge (Pulmonalvenen) sind erweitert. Rechts unten (im Bild links unten) erkennt man einen Erguss (Pleuraerguss).
    Der vollständige Röntgenbefund lautet:
    Diagnose:
    Kombiniertes Mitralklappenvitium im Stadium der Dekompensation.
    Röntgenuntersuchung des Thorax in 2 Ebenen mit Ösophagusbreischluck:
    Deutliche Kardiomegalie mit Beteiligung sämtlicher Herzhöhlen. Dabei erscheinen Retrosternal- und Retrokardialraum weitgehend obliteriert (rechter/linker Ventrikel) sowie die Trachealbifurkation aufgespreizt mit gleichzeitiger Impression und Dorsalverlagerung des Ösophagus (linker Vorhof).

    Die basoapikale Perfusionsumverteilung mit Erweiterung der Pulmonalvenen sowie die Dilatation der zentralen Pulmonalarterien spiegeln den post- und präkapillären Druckanstieg innerhalb der Lungenstrombahn wider. Gefäßkonturunschärfen und Pleuraerguss zeigen ein interstitielles Ödem des perivaskulären sowie des pleuralen Raumes an. Beachte auch die Erweiterung des V. azygos-Schattens im tracheobronchialen Winkel rechts als Zeichen der sekundären Rechtsherzinsuffizienz.