Abb. 1
Only for registered users

| IMC Wiki | Arrhythmien

Arrhythmien

  • Start
  • Suche
  • von A bis Z
  • Kategorien

<< zurück

Inhaltsverzeichnis:



    Die wesentlichen Typen der Arrhythmie sind Sinustachykardien und -bradykardien, Extrasystolen, die verschiedenen Blockformen, paroxysmalen Tachykardien, Vorhof- und Kammerflimmern bzw. -flattern. Bradykardien (Puls unter 60) und Tachykardien (Puls über 100) können rhythmisch oder arrhythmisch (z. B. Tachyarrhythmie, Bradyarrhythmie) sein. Bis zu diesen Grenzen sind sie das Produkt der sympathischen und parasympathischen Steuerung im Normbereich.

    #pic#
    Jenseits von 160 Schlägen pro Minute sind die Toleranzgrenzen überschritten und es erfolgt ein dramatischer Zusammenbruch der Herzleistung infolge ungenügender diastolischer Füllung. Klinisch sind die Konsequenzen eine Gefährdung der Organperfusion und deren Funktionsverlust. Unterhalb einer Frequenz von 40 nimmt die Herzleistung ebenfalls deutlich ab.
    Extrasystolen sind überwiegend die Ursache einer Arrhythmie. Sie beruhen auf Reizbildungen vor allem in den Kammern, seltener in den Vorhöfen. Die unterschiedlichen Blockformen sind das Resultat unterschiedlich lokalisierter Störungen der Reizleitung. Der Ausfall eines Reizbildungsortes infolge einer Reizleitungsstörung führt ebenso wie dessen Funktionslosigkeit zur Ersatzreizbildung und -leitung in sekundären und tertiären Zentren.
    Paroxysmale Tachykardien sind Folgen unkontrollierter Reizbildung im Vorhof- oder Kammerbereich.
    Völlige Regellosigkeit herrscht beim Vorhof- und Kammerflimmern bzw. Flattern, in deren ungeordneter Schlagfrequenz und -ordnung die Herztätigkeit zunächst funktionell, dann auch organisch erlischt.